Zwei Neuausgaben von Thomas Mann

Liebe Leserinnen und Leser, herzlich Willkommen auf der ›Fischer Klassik‹-Seite!

Hier finden Sie alle Informationen zur Reihe, zu Neuerscheinungen, sowie die Vorschau auf kommende Bücher. Viel Vergnügen!

Zwei Neuerscheinungen möchten wir Ihnen in diesem Monat besonders ans Herz legen: 

Thomas Mann: Wälsungenblut

Wälsungenblut

Thomas Manns skandalumwobene Erzählung »Wälsungenblut« entstand 1905, im Jahr der Hochzeit mit Katia Pringsheim. Es bedarf keiner großen Phantasie, um in der großbürgerlich-jüdischen Familie der Erzählung ein bösartiges Porträt der Familie Pringsheim  zu sehen, zumal der Schwiegervater Alfred Pringsheim als Wagner-Verehrer bekannt war und die beiden Kinder Katia und Klaus ein Zwillingspaar bildeten. Die Analogien zur Erzählung scheinen auf der Hand zu liegen.

Die überheblichen Zwillinge Sieglind und Siegmund Aarenhold verbringen vor Sieglinds Hochzeit einen letzten gemeinsamen Abend in der Oper. Wagners »Walküre« wird gespielt, und die rauschhafte Liebe der Wälsungen-Zwillinge auf der Bühne verführt Sieglind und Siegmund zum Äußersten. In einem inzestuösen Akt verhöhnen sie den nichtjüdischen Bräutigam Sieglinds.

Bei Thomas Mann war der Familienkrach vorprogrammiert. Die Erzählung, die in der »Neuen Rundschau« erscheinen sollte, musste zurückgezogen werden. Erst 1921 entschloss sich Thomas Mann zur Veröffentlichung. In einem Privatdruck von 530 Exemplaren wurde »Wälsungenblut« einem auserlesenen Publikum vorgelegt. Die Ausgabe war mit Steindrucken von Thomas Theodor Heine versehen, einem berühmten Buchkünstler und Illustrator, der vor allem als Begründer der berüchtigten Satirezeitschrift »Simplicissimus« bekannt war.

Illustration Wälsungenblut

Aus Rücksicht auf die Familie seiner Frau hat Thomas Mann den Schluss der Erzählung geändert. Nur in einem persönlichen Exemplar für seinen Freund Ernst Bertram hat er die ursprüngliche Fassung handschriftlich eingetragen.

 

Thomas Mann: Goethe

Thomas Mann: Goethe

Für Thomas Mann hatte Goethe eine kaum zu überschätzende Anziehungskraft. Er bewunderte seine Dichtungen: »Faust«, »Werther«, »Wahlverwandtschaften«; er schrieb mit »Lotte in Weimar« einen epochalen Goethe-Roman und setzte sich im »Doktor Faustus« neben anderen auch mit Goethes Faust-Dichtung auseinander. Er bewunderte aber auch Goethes Auffassung vom Leben als Kunstwerk, Goethe als Repräsentanten und Dichterfürsten.

Intensiv hat sich Thomas Mann erst ab den 1920er Jahren, also nach seinem Bekenntnis zur Republik, mit Goethe beschäftigt. In dieser zweiten Lebenshälfte sind allerdings über zehn bedeutende und umfangreiche Essays über Goethe entstanden, die in den meisten Fällen als Einleitungen oder Festreden konzipiert waren. Nach vielen Jahrzehnten werden im Band »Thomas Mann: Goethe« diese Essays zum ersten Mal wieder gesammelt veröffentlicht und durch eine ausführliche Einleitung und einen fundierten Kommentar erschlossen und kontextualisiert.

Herausgegeben wird der Band von den beiden Berner Germanisten Yahya Elsaghe und Hanspeter Affolter. Yahya Elsaghe forscht seit vielen Jahren zu Goethe und vor allem zu Thomas Mann und hat in diesem Kontext bedeutende Publikationen vorgelegt. Als Beispiele seien die Bücher »Die imaginäre Nation. Thomas Mann und das Deutsche« (2000) oder »Krankheit und Matriarchat. Thomas Manns Betrogene im Kontext« (2010) genannt. Hanspeter Affolter arbeitet ebenfalls am Berner Lehrstuhl für Germanistik und forscht zu Thomas Mann sowie anderen Autoren der Klassischen Moderne.

Unsere Neuerscheinungen im Überblick finden Sie hier: 

Ich liebe meinen Garten
Julia Gommel-Baharov - Ich liebe meinen Garten

»Und da eine Anthologie wörtlich übersetzt eine Blütenlese ist, kann es kaum etwas Passenderes geben als eine Anthologie über Gärten.« Klaus Modick

Schon Cicero wusste: Dem, der einen Garten und eine Büchersammlung besitzt, fehlt es an nichts. Seit dem biblischen Garten Eden sind Gärten der Inbegriff von Ruhe, Muße und Glück. Sie bieten Schutz gegen die feindliche Umwelt, und sie ermöglichen das friedliche Eintauchen in die Rhythmen der Natur. Dieses Lesebuch macht das Glück und den Zauber spürbar, der vom Leben im Garten ausgeht. Es macht aber auch keinen Hehl daraus, dass die Bedrohung dieses Glücks nicht erst jenseits der Gartenmauer beginnt.
Mit Texten von Elisabeth von Arnim, Johann Wolfgang Goethe, Rainer Maria Rilke und vielen anderen.



Blade Runner
Philip K. Dick - Blade Runner

»Träumen Androiden von elektrischen Schafen?« – Diese Frage stellte sich Philip K. Dick im Titel seines 1968 erschienenen Romans. Ridley Scott hat danach den Film »Blade Runner« gedreht, der 1982 in die Kinos kam. Roman wie Film erzählen die Geschichte des Kopfgeldjägers Rick Deckard, der Jagd auf künstliche Menschen macht. Im Buch geht es allerdings um weit mehr: Auf einer von einem Atomkrieg verwüsteten Welt sind künstliche Tiere zu Statussymbolen geworden, eine »Mercertum« genannte Fernsehreligion treibt ihr Unwesen, und sogenannte »Stimmungsorgeln« manipulieren die Gefühle der Menschen. Und nicht nur Androiden werden auf Empathie getestet ...

Die vollständige Neuübersetzung macht deutschen Lesern den Roman erstmals in seiner ganzen sprachlichen Differenziertheit zugänglich – ein Meisterwerk nicht nur der Science-Fiction-Literatur.

»Wer den ›Blade Runner‹ noch nicht kennt (sofort ändern), oder diesen wieder in sein Kopfkino eintreten lassen möchte, ist mit dieser Version bestens aufgestellt.« André Skora, Würfelheld
»In punkto Lesevergnügen ist diese Version sicherlich kein ›Kippel‹ (um es mit Philip K. Dick auszudrücken) und wohl allen anderen bisherigen deutschen Ausgaben vorzuziehen.« Gunther Barnewald, Phantastik-News
»Dank der Neuübersetzung von Manfred Allié erstrahlt die Geschichte nun in neuem, zeitlosem Glanz und lädt ohne Frage ein, neu entdeckt zu werden.« Wulf Bengsch, MedienJournal
»Eine gelungene neue Übersetzung.« Leon Doorlag, Literaturkritik
»Unbedingt lesenswert!« Jürgen Doppler, Der Standard



Chronik eines angekündigten Todes
Gabriel García Márquez - Chronik eines angekündigten Todes

Ironisch, komisch, zärtlich und grausam. Eine ›klassische‹ Erzählung von weltliterarischem Format des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez.

Ein ganzes Dorf feiert Hochzeit. Es ist ein rauschendes Fest. Doch noch in der Nacht schickt der Bräutigam die Braut zurück ins Elternhaus. Sie war nicht mehr unberührt. Um die befleckte Ehre ihrer Schwester wieder herzustellen, ziehen die Brüder der Braut noch in derselben Nacht los, mit geschliffenen Messern. Der mutmaßliche »Täter« Santiago Nasar muss sterben. Die Apathie eines ganzen Dorfes und eine Reihe unglücklicher Zufälle weben das Netz der Fatalität, aus dem es für das Opfer kein Entrinnen mehr gibt.



Die Liebe in den Zeiten der Cholera
Gabriel García Márquez - Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Die schönste Liebesgeschichte der Welt und einer der bedeutendsten Romane des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez.

51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage wartet Florentino Ariza auf Fermina Daza. Schon als Achtzehnjähriger hat er sich unsterblich in sie verliebt, in ihren stolzen Gang und den schweren Zopf auf ihrem Rücken. In poetischen Briefen hat er um sie geworben, für kurze Zeit ihre Aufmerksamkeit gewonnen, und sie dann doch an Doktor Juvenal Urbino verloren. Aber nie hat er aufgehört, sie zu lieben.



Das große Lesebuch
Gottfried Keller - Das große Lesebuch

Thomas Hürlimanns Auswahl aus dem Werk Gottfried Kellers verzichtet nicht auf schöne Stellen aus dem »Grünen Heinrich« oder die bekannte Novelle »Romeo und Julia auf dem Dorfe«. Zugleich aber finden sich in diesem Lesebuch auch kenntnisreich aufgespürte Briefe und weniger bekannte Texte Kellers. Sie bestätigen seinen epochalen Rang als Autor und zeichnen wie nebenbei das Bild eines Mannes, der voller Tatendrang ins Leben aufbricht und am Ende melancholisch zurückblickt.



Frühling
Iwan Bunin - Frühling

14 Erzählungen vom ersten russischen Literaturnobelpreisträger auf der Höhe seines Schaffens

1913 ist eines der produktivsten Jahre in Iwan Bunins Schriftstellerleben. In den Erzählungen dieses Jahres nimmt er voller Empathie die russische Seele in den Blick. Mit seiner ganzen Erzählgewalt zeichnet Iwan Bunin präzise, anrührende Skizzen einer Welt, die zwischen boomenden Großstädten und den Strapazen der aufbegehrenden Landbevölkerung zu zerreißen droht. Klarheit und nebliges Verwischen, Zuneigung und Befremden lösen sich ab, und am Horizont beginnt die Ankündigung existentieller Umbrüche heraufzuziehen.

Mit einem Nachwort des Herausgebers Thomas Grob und Anmerkungen der Übersetzerin Dorothea Trottenberg.



Erinnerungen an Bloomsbury
Quentin Bell - Erinnerungen an Bloomsbury

Der legendäre Bloomsbury-Kreis von Künstlern und Literaten um die Schwestern Virginia Woolf und Vanessa Bell, geschildert von einem, der darin aufgewachsen ist: dem Sohn von Virginia Woolfs Schwester. Aus der Innensicht entwirft er in sechzehn biographischen Porträts eine ganze Welt.

»Ein heiteres, charmantes Buch.« Janet Malcolm, The New York Times



Zeit aus den Fugen
Philip K. Dick - Zeit aus den Fugen

Einer von Dicks großen Klassikern, der das Szenario einer gefälschten Wirklichkeit entwirft – lange Jahre vor Filmen wie «The Truman Show» oder «Matrix»

Eine Kleinstadt wie jede andere, irgendwo im Amerika der späten Fünfziger. Ragle Gumm, sechundvierzig Jahre alt, ledig, verdient seinen Lebensunterhalt seit Jahren durch Preisausschreiben der Lokalzeitung. Als Dauergewinner und nationaler Champion im Wettbewerb „Wo taucht das grüne Männchen als nächstes auf?“ ist er eine kleine Berühmtheit. Bis merkwürdige Entdeckungen ihn davon überzeugen, dass etwas nicht stimmt. Nicht mit den Menschen, nicht mit den Autos, den Häusern, der Stadt. Und nicht mit der Zeit.



Reisen mit mir und einem Anderen
Martha Gellhorn - Reisen mit mir und einem Anderen

Die große Autorin und Reporterin Martha Gellhorn war ihr Leben lang süchtig nach dem Reisen. In »Reisen mit mir und einem Anderen« erzählt sie von ihren fünf Höllenfahrten, Reisen nach China und Afrika, in die Karibik, nach Russland und Israel, die gründlich anders verlaufen als geplant. Kaum hat sie den sogenannten Unwilligen Begleiter (ihren damaligen Ehemann Ernest Hemingway) überredet, mit ihr nach China zu reisen, wo dieser keineswegs hinwill, entpuppt sich die Fahrt als absolute Schreckensreise: Alles, was nur schief gehen kann, geht schief. Doch was soll’s, Martha Gellhorn schreibt darüber wie keine Zweite - scharfzüngig, witzig, selbstironisch.



Der eingebildete Kranke / Der Geizige
Molière - Der eingebildete Kranke / Der Geizige

Aspirin, Kneipp-Bäder, Aderlass. Molières letztes, berühmtestes Stück veräppelt mit Humor und Sarkasmus die verdrängte Angst vor dem Tod: Weil Argan seiner Angst vorm Sterben nicht ins Gesicht sehen will, entdeckt er körperliche Wehwehchen allüberall, Mediziner und Apotheker sind sein liebster Umgang. So sucht er für seine Tochter einen Arzt als Mann – und kann nicht begreifen, dass die sich unbedacht in einen medizinisch völlig Unbeleckten verliebt hat. Aber was ihm das Kranksein so richtig verleidet, das sind die hohen Rechnungen …

Mit den Beiträgen zu beiden Werken aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der
Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.



Winter am Kamin
Julia Gommel-Baharov - Winter am Kamin

»Draußen ziehen weiße Flocken
Durch die Nacht, der Sturm ist laut;
Hier im Stübchen ist es trocken,
Warm und einsam, stillvertraut.«
Heinrich Heine

Mit Texten von Matthias Claudius, Theodor Storm, Rainer Maria Rilke und vielen anderen.



Lebensfreude
Julia Gommel-Baharov - Lebensfreude

Lebensfreude – das schönste Gefühl jetzt zum verschenken

Nun bebt in banger Fülle meine Welt,
der Jahre Gärten wollen Früchte tragen.
Und wie auf weichen Wiesenteppich oft
ein goldner Apfel, zart empfangen, rollt,
so rührt den Plan der täglichen Gefühle
ein heimlich reif und süß geworden Lied.
Christian Morgenstern

Mit Texten von Wilhelm Busch, Johann Wolfgang Goethe, Heinrich Heine, Stefan Zweig und vielen anderen.



Loreley und Schlangenfrau
Tilman Spreckelsen - Loreley und Schlangenfrau

Die schönsten Rheinsagen. Das Neunuhrglöcklein von Schaffhausen, der betörende Gesang der Loreley, die feindlichen Brüder ... Der Rhein birgt einen unermesslichen Sagenschatz. In alten Sammlungen hat Tilman Spreckelsen berühmte und vergessene, wundersame und geheimnisvolle Geschichten entdeckt und trägt die schönsten und wichtigsten in diesem Band zusammen. Mit den alten Mären reisen wir den Rhein entlang, von den Quellen bis zum Meer. Wir werden auf Seitenwege gelockt, in die Zuflüsse des großen Stroms. In den Sagen, von Generation zu Generation weitererzählt, werden die Eigentümlichkeiten der unterschiedlichen Regionen und ihrer Bewohner, die der Rhein über die Ländergrenzen hinweg miteinander verbindet, lebendig. So entsteht ein tausendfältiges Lesebuch, ein außergewöhnlicher Reiseführer, ein Fundus europäischer Sagen.



Die Romane
Annette Kolb - Die Romane

Der Höhepunkt in Annette Kolbs Werk sind ihre drei Romane »Das Exemplar« (1913), »Daphne Herbst« (1928) und »Die Schaukel« (1934) - Frauenromane und kühne Porträts ihrer selbst, ihrer Familie, aber auch Europas vor dem Ersten Weltkrieg.
Wir begleiten Mariclée auf ihrer Erkundungstour durch London (»Das Exemplar«), erleben die Rückkehr der Familie Herbst in die Münchener Gesellschaft (»Daphne Herbst«) und entdecken die autobiographisch grundierte Kindheitsgeschichte der Autorin in München (»Die Schaukel«).
Städte- und Landschaftsbilder ebenso wie die leidenschaftliche Figurendarstellung dieser Romane sind heute so lebendig wie damals. Annette Kolb schrieb eine hoch poetische Prosa mit außerordentlichem Gespür für den Nerv ihrer Zeit.
»... da ist ein moderner Roman in deutscher Sprache geschaffen, dessen gleichen es vordem nie gegeben hat...« Hugo von Hofmannsthal über »Daphne Herbst«



Katzen und Gespenster
Audrey Niffenegger - Katzen und Gespenster

Unheimlich, beängstigend und schaurig schön – das ist Audrey Niffeneggers Anthologie »Katzen und Gespenster«.
Die Autorin des Bestsellers »Die Frau des Zeitreisenden« nimmt uns mit in das Gruselkabinett der Weltliteratur. In jedem Zimmer findet sich eine ihrer persönlichen Lieblingsgeschichten: Von Klassikern der angelsächsischen Grusel- und Horrorliteratur, wie Edgar Allan Poes »Die Schwarze Katze« oder M.R. James »Kupferstich« bis zu einer noch nie publizierten Geschichte der Autorin selbst.
Mit zahlreichen Abbildungen und einem Vorwort der Autorin. Dieses Buch wird Sie packen und so schnell nicht mehr loslassen!



Das große Lesebuch
Gertrude Stein - Das große Lesebuch

Eine Amerikanerin in Paris: Gertrude Stein war eine der scharfsinnigsten und originellsten Stimmen des 20. Jahrhunderts. In ihrem Salon ging die Avantgarde ein und aus, sie war Schriftstellerin, Verlegerin, Philosophin und Kunstsammlerin. Sie schrieb experimentelle Romane, Novellen, Essays, Gedichte, literarische Porträts und Bühnenwerke, in denen sie sich über sprachliche und literarische Konventionen hinwegsetzte. Das Lesebuch, herausgegeben von Uda Strätling, gewährt Einblicke in die erstaunliche Bandbreite ihres Schaffens – eine Landkarte für alle, die mehr als das berühmte »A Rose is a Rose is a Rose is a Rose« kennenlernen möchten.



Keinem schlägt die Stunde
Charles Bukowski - Keinem schlägt die Stunde

Charles Bukowskis Erzählband »Keinem schlägt die Stunde« bildet die ganze Bandbreite der Kunst des Dirty Old Man ab – ein Schatz aus der Truhe des verstorbenen Schriftstellers, jetzt erstmals auf Deutsch.

Von frühen, bislang unveröffentlichten Erzählungen aus den vierziger Jahren bis zu den späten Stücken, die Charles Bukowski in den Achtzigern schrieb, führt der mit einem Seitenhieb auf Hemingway betitelte Band »Keinem schlägt die Stunde« durch Bukowskis ganze Entwicklung als Schriftsteller.

In seinen autobiographischen Geschichten verarbeitete Bukowski Wunden seiner Kindheit und Jugend: das problematische Verhältnis zu seinem Vater, seinen Außenseiter-Status als Deutsch-Amerikaner. Seine Erzählungen spielen vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Turbulenzen der USA der sechziger Jahre, Bukowski schrieb Science-Fiction und experimentierte mit dem Verschwimmen von Fakt und Fiktion und er illustrierte einige seiner Erzählungen selbst. Charles Bukowskis Erzählungen sind skandalös und frech, sie sind zynisch und lüstern.

»Keinem schlägt die Stunde« öffnet einen neuen Blick auf die Vielfalt des großen US-amerikanischen Schriftstellers Charles Bukowski – ein Geschenk für Fans des Dirty Old Man und ideal, um Bukowskis Werk kennenzulernen.

»In jeder Schaffensphase pochten seine Geschichten vor Leben.« Kirkus Review



Der festliche Adventskalender
Julia Gommel-Baharov - Der festliche Adventskalender

Wenn das Weihnachtsfest naht, zählen nicht nur die Kinder die Tage. Für alle, denen der Sinn nicht nur nach einem Stück Schokolade hinter einem Papptürchen steht, ist dieses Adventskalenderbuch das ideale Geschenk: 24 Gedichte, Lieder und Rezepte, eines für jeden Tag bis Weihnachten.



Russland
Ulrich Schmid - Russland

Wer das alte und das gegenwärtige RUSSLAND verstehen will, sollte diese Anthologie lesen.
Die russischen Literaten stehen entweder mit der Staatsmacht auf Kriegsfuß, haben Unterdrückung und Demütigung erfahren oder erheben ihre Stimme für die von der Gesellschaft Vergessenen. Eins aber verbindet sie alle: die Liebe zu ihrem Heimatand. Ein Band zum Neu- und Wiederentdecken mit altbekannten Klassikern wie Puschkin, Pasternak oder Bunin und Stimmen der jüngeren Generation wie Jana Jakowlewa und Zakhar Prilepin.



Die schönsten Wanderungen durch die Mark Brandenburg
Theodor Fontane - Die schönsten Wanderungen durch die Mark Brandenburg

Günter de Bruyns hochgelobte Auswahl der »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« in einer überarbeiteten Neuauflage: auf der Grundlage der Erstdrucke und ausführlich kommentiert.
Wer sich im Kulturraum der Mark Brandenburg bewegt, kommt an Theodor Fontane ebensowenig vorbei wie an Günter de Bruyn. Kein anderer Autor der Gegenwart kennt sich besser aus in Preußens vielgestaltiger Kulturgeschichte, keiner liebt die Landschaft der Mark Brandenburg so wie Günter de Bruyn. Für diese Zusammenstellung hat er die fünf Bände von Fontanes »Wanderungen« nach den schönsten Stellen durchsucht. Die ausgewählten Texte folgen dabei den Erstdrucken, die Fontanes Reiseeindrücke oft farbiger und unmittelbarer festgehalten haben als die überarbeiteten späteren Fassungen. Die Auswahl erschien erstmals im Rahmen der gemeinsam mit Gerhard Wolf herausgegebenen Reihe »Märkischer Dichtergarten«. Für die Neuausgabe hat Günter de Bruyn den Band noch einmal durchgesehen und den umfangreichen Anhang aktualisiert.



Das große Lesebuch
Theodor Storm - Das große Lesebuch

Zum 200. Geburtstag: Die besten Novellen und Gedichte von Theodor Storm

Er hat seine norddeutsche Heimat unvergleichlich gefeiert, die „graue Stadt am Meer“, die Heidelandschaft, die stürmische Nordsee, aber sein Blick reicht weiter, und so schildert er im Schimmelreiter Hauke Haien einen ungeduldigen, tragischen Visionär, wie er zu allen Zeiten und überall vorkommen könnte. „Er ist ein Meister, er bleibt“, so urteilte Thomas Mann schon 1930 über Storm, und während uns seither so viele Dichter des 19. Jahrhunderts fremd geworden sind, treffen uns Storms Liebesgedichte, seine freundlichen und seine finsteren Novellen noch immer mit großer Sicherheit ins Herz: Wir hören mit ihm am Meeresstrand „die Stimmen, die über der Tiefe sind“, wir schwärmen für die hübsche Lore Beauregard, die so hoch hinaus will, und bangen mit „Carsten Curator“ um den leichtlebigen Sohn. Denn aus dem Abstand von über hundert Jahren erzählt Storm ja von uns.

Tilman Spreckelsen, Autor der erfolgreichen Theodor-Storm Krimis und Träger des Theodor-Storm-Preises, hat diesen Band der schönsten und wichtigsten Gedichten und Novellen zusammengestellt.



Der Verschollene
Franz Kafka - Der Verschollene

Der 16-jährige Karl Roßmann aus Prag bricht auf, um in ›Amerika‹ (unter diesem Titel erschien der Roman zuerst 1927) ein neues Leben zu finden. Hier, in dieser radikal modernen und technisierten Welt, stehen ihm alle Türen offen. Kafkas Amerika-Roman ist von der Vision der Freiheit und der grenzenlosen Möglichkeiten des Menschen geprägt. ›Der Verschollene‹ wurde, wie auch die anderen beiden Romane des Autors, erst nach Kafkas Tod veröffentlicht und wird hier in der Fassung der Kritischen Ausgabe gedruckt.
Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon und mit Daten zu Leben und Werk.



Brief an den Vater
Franz Kafka - Brief an den Vater

Franz Kafkas ›Brief an den Vater‹ wurde nie abgeschickt und fand erst nach seinem Tod Leser. Er ist ein zentraler Text in Kafkas Werk und bietet wie kein zweiter Einblick in das Fegefeuer seiner Biographie. Er ist vielleicht der beste Einstieg in die beunruhigende wie inspirierende Welt eines Schriftstellers, ohne den die Geschichte der Literatur im 20. Jahrhundert anders verlaufen wäre. Textgrundlage ist die Kritische Ausgabe der Werke von Franz Kafka. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon und mit Daten zu Leben und Werk.



Herr der Fliegen
William Golding - Herr der Fliegen

Weltliteratur des Nobelpreisträgers William Golding – die hochgelobte Neuübersetzung des Romans »Herr der Fliegen« jetzt endlich im Taschenbuch

Ein Flugzeugabsturz über einer unbewohnten Insel im Pazifischen Ozean: Nur ein paar englische Schüler überleben. Zunächst scheint der Verlust der Zivilisation leicht zu überwinden, aber bald greifen Aggression und Gewalt um sich. Die Jungs verlieren alle Hemmungen, und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Ein Jahrhundertroman, einfach und spannend erzählt, jetzt endlich in frischer Übersetzung von Peter Torberg.



Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Robert Musil - Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Ein Militär-Internat zur Zeit der Donaumonarchie: Die Kadetten Törleß, Reiting und Beineberg überführen ihren Mitschüler Basini des Diebstahls und missbrauchen ihn als Versuchsobjekt. Robert Musils berühmte Schülergeschichte aus dem Jahr 1906 erzählt nicht nur von den Unsicherheiten und Abgründen der Pubertät, sondern auch von den Gewaltpotentialen am Vorabend des Ersten Weltkriegs. 1966 von Volker Schlöndorff verfilmt, ist Musils Roman eine bis heute aktuelle Parabel über Gleichgültigkeit und Gewalt.



Drei Frauen / Vereinigungen
Robert Musil - Drei Frauen / Vereinigungen

Reisen ins Ungewisse
Die fünf Erzählungen von Robert Musil, die dieser Band versammelt, versuchen die Grenzen menschlicher Erfahrung auszuloten und geraten damit an die Grenzen von Sprache und Moral. Es geht um Liebe und Ehebruch, um Wahrheit und Identitätsverlust und die Frage, wie sich von unserem so verwirrenden Leben, von unseren geheimen Wünschen und inneren Zuständen überhaupt noch erzählen lässt. Fünf bahnbrechende Texte der literarischen Moderne.



Hotelgeschichten
Dorothee Wahl - Hotelgeschichten

Eine literarische Reiseverführerung großer Autoren

»Im Hotel begrüßt von dem Oberst-Hauswirt. Provisorische Zimmer. Kein auspacken. Wir tranken Thee, und ich begab mich zu Bett, schlief bis halb 7, rasierte mich dann, und wir nahmen das Diner mit Neuchateller im bekannten Speisesaal an einem Fenstertisch.«
Thomas Mann, Tagebücher



Gartenglück im Sommer
Elisabeth Stursberg - Gartenglück im Sommer

Ob in strahlendenden Parks, endlosen Wäldern, verwunschenen Gärten oder auf weiten Wiesen: In den heißen Monaten des Jahres in der Natur zu verweilen und sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen, gehört zu den schönsten Momenten des Sommers.
Dieser Band macht einen literarischen Streifzug durch alle Facetten der sommerlichen Natur.

»Der Augenblick: Sommernacht sank hernieder, so daß der Tisch im Garten unter den Bäumen weißer und weißer wurde …«
(Virginia Woolf)

Mit Texten von Rainer Maria Rilke, Paula Modersohn-Becker, Robert Musil, Friedrich Hölderlin und vielen anderen.



Babylonische Wandrung oder Hochmut kommt vor dem Fall
Alfred Döblin - Babylonische Wandrung oder Hochmut kommt vor dem Fall

Döblins großer Exilroman

Seit den Psalmen und Ovids ›Tristia‹ wird vom Exil in der Regel im traurig-elegischen Ton erzählt. Döblins ›Babylonische Wandrung‹ ist eines der herausragenden Beispiele dafür, dass vom Exil auch mit Witz und Humor erzählt werden kann. Es ist die turbulent-pikareske Geschichte von Konrad, dem hochmütigen babylonischen Gott, der seinen Thron verlassen und sich auf der Erde durchschlagen muss, weil er »Konkurs« gegangen ist.

Mit einem Nachwort von Moritz Wagner



Unser Dasein
Alfred Döblin - Unser Dasein

Wer bin ich? Was bedeutet unser Leben?

›Unser Dasein‹, 1933 erschienen, war Döblins letztes in Deutschland publiziertes Buch vor dem Exil. Es wurde wie viele andere öffentlich verbrannt. Der leidenschaftliche Essay verbindet Anthropologie mit Naturphilosophie und Erkenntnistheorie und stellt die umfassende Frage nach dem menschlichen Leben im Ganzen: »Wie ich lebe, wer ich bin, was mit mir ist, was mit dem Leben ist, mit unserm Einzelleben, mit unserm Zusammenleben, mit unserm Zusammenleben mit der Erde und den Gestirnen und dem Weltall«.

Mit einem Nachwort von Thomas Keil



Pardon wird nicht gegeben
Alfred Döblin - Pardon wird nicht gegeben

Döblins meisterhafter Familien- und Epochenroman

Berlin in den 20er Jahren: Eine Witwe zieht in die große Stadt und versucht sich dort mit ihren drei Kindern durchzuschlagen. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch richtet sich ihr neu erwachter Ehrgeiz auf die Karriere des ältesten Sohnes. Und tatsächlich gelingt dem Sohn der gesellschaftliche Aufstieg. Dann aber stellt die Wirtschaftskrise alles in Frage …

Mit einem Nachwort von Sabina Becker



Bahnwärter Thiel / Die Weber
Gerhart Hauptmann - Bahnwärter Thiel / Die Weber

Zwei Schlüsseltexte der literarischen Moderne
Mit ›Bahnwärter Thiel‹ und ›Die Weber‹ beginnt die Moderne in der deutschsprachigen Literatur. Nach den Verklärungen des bürgerlichen Realismus widmet sich Gerhart Hauptmann in seinen naturalistischen Frühwerken erstmals den ungeschönten, brutalen Seiten der Wirklichkeit: ›Bahnwärter Thiel‹ (1888) ist die erzählerische Studie eines Mannes, der zum Mörder und Wahnsinnigen wird. Das von den Wilhelminischen Zensurbehörden zunächst verbotene Theaterstück ›Die Weber‹ (1892/93) handelt von dem Aufstand schlesischer Leinenweber. Zwei der berühmtesten Texte Gerhart Hauptmanns in einem Band.



Vera
Iwan Bunin - Vera

RUSSISCHE REVOLUTION: In der südrussischen Provinz spielen sich menschliche Dramen ab. So mündet in der Erzählung ›Ignat‹ pure Leidenschaft in eine Katastrophe, wird in ›Ein Verbrechen‹ im Wahn ein Mord begangen und scheitert in ›Vera‹ eine große Liebe. Der spätere Nobelpreisträger Iwan Bunin hat in den 1912 entstandenen fünf Erzählungen eine neue Stufe der Meisterschaft erreicht.



Am Ursprung der Tage
Iwan Bunin - Am Ursprung der Tage

RUSSISCHE REVOLUTION: Der schwere Duft überreifer Äpfel, vom Gras überwachsene Höfe, streunende Bettler, hungernde Kinder - politische Unruhen bringen Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Wanken. Zahlreiche Bauern sind gezwungen, ihre kleinen Landgüter aufzugeben. In den 17 frühen Erzählungen beschreibt der bedeutendste Schriftsteller Russlands poetisch und gnadenlos den Untergang des russischen Landlebens.



Der Krieg der Welten
H.G. Wells - Der Krieg der Welten

Von Wasser und Rohstoffmangel getrieben, fliegen die Marisaner zur Erde, um den Nachbarplaneten zu erobern. Ihren Raumschiffen, die im Vereinigten Königreich landen, entsteigen dreibeinige Kampfmaschinen, deren Todesstrahl niemand etwas entgegenzusetzen hat. Die Militärs müssen hilflos mitansehen, wie die Städte in Schutt und Asche gelegt werden. Voller Verzweiflung flieht die Bevölkerung auf Schiffe, um sich auf das Festland zu retten.

Doch da kommt den Menschen die Natur zu Hilfe: Das Immunsystem der Marsianer ist den irdischen Bakterien nicht gewachsen, und nach und nach verstummt ihr Kriegsgeheul, bis sie alle dem unsichtbaren Gegner zum Opfer gefallen sind …

Der Band enthält neben einem Nachwort des Wells-Experten Elmar Schenkel zusätzlich die Meistererzählungen ›Das Land der Blinden‹, ›Der außergewöhnliche Fall von Davidsons Augen‹ und ›Der gestohlene Bazillus‹.



Die Zeitmaschine
H.G. Wells - Die Zeitmaschine

Ende des 19. Jahrhunderts unternimmt der »Zeitreisende« – ein nicht namentlich genannter Erfinder – einen Ausflug in das Jahr 802.701, wo er zwei verschiedene Menschenrassen antrifft: die scheinbar sorgenfrei und glücklich an der Erdoberfläche lebenden Eloi und die unterirdischen Morlocks. Erst mit der Zeit findet er heraus, dass zwischen den Eloi und den Morlocks ein Anhängigkeitsverhältnis besteht, das seine schlimmsten Befürchtungen übertrifft!

Nach einem Abstecher in die ferne Zukunft, wo über der stillstehenden Erde ein riesiger roter Feuerball lodert, kehrt er in die Gegenwart zurück. Da ihm jedoch niemand Glauben schenken will, begibt er sich erneut auf die Reise …

Diese Ausgabe enthält neben einem Nachwort des Wells-Experten Elmar Schenkel die gestrichenen Passagen ›Die Rückkehr des Zeitreisenden«; drei Vorworte der Ausgaben der Jahre 1924, 1931 und 1934; den Vorläufer: ›Die Chrononauten‹ aus dem Jahr 1888 sowie die Essays aus dem Jahr 1893 ›Der Mann aus dem Jahr 1.000.000. Eine wissenschaftliche Vorausschau‹ und›Das Aussterben des Menschen. Einige spekulative Gedanken‹ von 1894.



Gartenglück im Frühling
Elisabeth Stursberg - Gartenglück im Frühling

Wenn Flora und Fauna aus dem Winterschlaf erwachen und die ersten warmen Sonnenstrahlen auch die Menschen aus ihren Häusern locken, dann ist Frühling. Was gibt es in dieser Zeit schöneres, als an den ersten warmen Tagen des Jahres die frische Luft und die länger werdenden Abende im Garten zu genießen? Dieser Band versammelt die schönsten Erlebnisse, Beobachtungen und Fantasien rund um das ›Gartenglück‹.

»Übern Garten durch die Lüfte
Hört ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängts schon an zu blühen.«
(Joseph von Eichendorff)

Mit Texten von Johann Wolfgang Goethe, Rainer Maria Rilke, Else Lasker-Schüler und vielen anderen.



Orkan über Jamaika
Richard Hughes - Orkan über Jamaika

Der atemberaubende Roman von Richard Hughes in famoser Neuübersetzung

Emily Bas-Thornton lebt mit ihrer Familie auf Jamaika. Als ein Orkan über die Insel hinwegfegt und das Wohnhaus der Familie davonträgt, beschließen die Eltern, ihre Kinder nach England zu schicken. Sie werden einem Schiff anvertraut, das jedoch gekapert wird. An Bord des Schiffes erleben die Kinder mit den überaus freundlichen Piraten zahlreiche Abenteuer.



Meistererzählungen
Stefan Zweig - Meistererzählungen

Stefan Zweig ist ein Meister der genauen Beobachtung, der psychologischen Beschreibung und der musikalischen Sprache. Seine Erzählungen, darunter ›Schachnovelle‹, ›Brennendes Geheimnis‹ oder ›Brief einer Unbekannten‹, finden bis heute weltweit begeisterte Leser und sorgen für ununterbrochenes Interesse an diesem großen europäischen Erzähler. Auch wenn Zweigs Figuren aus einer anderen Epoche stammen, sind ihre Schicksale nicht an eine bestimmte Zeit gebunden. Für ihn sind die Entwicklung individueller Persönlichkeiten und freiheitlicher Gesinnung bei entschiedener Ablehnung jeder Gewalt die wesentlichen Motive seines Erzählens.



Der Tod in Venedig
Thomas Mann - Der Tod in Venedig

Thomas Mann selbst bezeichnete den ›Tod in Venedig‹ als eine »Novelle gewagten, wenn nicht unmöglichen Gegenstandes« und bezieht sich dabei auf den plötzlichen »Einbruch der Leidenschaft« in das Leben eines Menschen. Der nicht mehr junge Schriftsteller Gustav Aschenbach – mit den Gesichtszügen Gustav Mahlers – entdeckt für sich am Lido des schwülwarmen Venedig die Gestalt des schönen Knaben Tadzio, strebt in seinen Gedanken zu ihm und steigert sich in eine unerfüllbare Liebe, deren Opfer er schließlich wird.
In der Textfassung der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe (GKFA), mit Daten zu Leben und Werk und einem ausführlichen Nachwort des Herausgebers Terence James Reed.



»Dir und all den Deinen ein gutes frohes Fest«
Lars Claßen - »Dir und all den Deinen ein gutes frohes Fest«

Weihnachten ist die Zeit der Einkehr und Behaglichkeit, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist. Es ist aber auch die Zeit der Wünsche, der Freuden und kleinen Heimlichkeiten.
Alle Jahre wieder schreiben wir in diesen Tagen Briefe und Grußkarten an die Menschen, denen wir von Herzen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünschen.
Von Wunschlisten, dem Appetit auf den Festtagsbraten und der Sehnsucht nach den Liebsten erzählt die ›Weihnachtspost berühmter Schriftsteller‹.

Mit Texten von Friedrich Nietzsche, Rosa Luxemburg, Robert Musil, Sofie Scholl, Thomas Mann und vielen anderen.



Melancholie oder Vom Glück, unglücklich zu sein
Peter Sillem - Melancholie oder Vom Glück, unglücklich zu sein

Dieses Lesebuch versammelt die intensivsten und faszinierendsten Schlüsseltexte über das tiefgründigste aller Gefühle: die Melancholie.

»Es ist leicht zu sagen, was an diesem Buch das Schöne, das Hervorragende ist: Es ruft eine ernsthafte Konzentration hervor und dient wenig der Zerstreuung.« (Franz Schuh, Die Zeit)

»Ein intellektuelles Vergnügen« (literaturkritik.de)

Mit Texten von Hippokrates, Denis Diderot, Sören Kierkegaard, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Susan Sontag und vielen anderen.



Verdammt in alle Ewigkeit
James Jones - Verdammt in alle Ewigkeit

Ein weltberühmter Klassiker der amerikanischen Nachkriegsliteratur, der seinen Siegeszug um die Welt antrat und kurz nach Erscheinen verfilmt wurde.

Erzählt wird die Geschichte des einfachen amerikanischen Soldaten Priwitt, der mit seiner Kompanie auf Hawaii stationiert ist. Weil er glaubt, auch als Soldat ein Anrecht auf eine menschliche Behandlung zu haben, beginnt eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem Vorgesetzten. ›Verdammt in alle Ewigkeit‹ zeichnet ein schonungsloses Porträt der amerikanischen Armee auf Hawaii kurz vor der Katastrophe. Mit dem Fall japanischer Bomben auf Pearl Harbor tritt Amerika in den Zweiten Weltkrieg ein.



Manas
Alfred Döblin - Manas

Döblins epische Reise in die indische Mythologie

Heimgekehrt aus einer schrecklichen Schlacht, will sich der Fürstensohn Manas im Reich der Toten »zerreißen, zerknirschen lassen«. Als sein Leichnam zurückgebracht wird, glaubt Manas' Frau Sawitri nicht an den Tod des Geliebten und macht sich auf, ihren Mann ins Leben zurückzuholen … Ein bildgewaltiges, modernes Epos, »so gewagt wie gelungen, so außerordentlich wie überraschend« (Robert Musil).

Herausgegeben und mit einem Nachwort von David Midgley



Einer von uns
Chinua Achebe - Einer von uns

Chinua Achebes prophetischer Afrikaroman
Mit ›Einer von uns‹ nimmt Chinua Achebe den Militärputsch vorweg, der Nigeria 1966, nur Tage nach der Veröffentlichung des Romans, in einen blutigen Bürgerkrieg stürzte. Der junge, idealistische Odili besucht seinen ehemaligen Lehrer Chief Nanga, der nun Kulturminister ist und sich - vordergründig ein Mann des Volkes - listig an seinem Land bereichert. Die moralische Kluft zwischen den beiden Männern erscheint zunächst riesig. Doch in der »Fressen-und-gefressen-werden«-Atmosphäre kollidiert Odilis Idealismus bald mit seinen persönlichen Begierden – und die private und politische Rivalität des Jungen und des Alten droht das ganze Land in Chaos zu stürzen.
›Einer von uns‹ ist Chinua Achebes vierter Roman und zählt zu den wichtigsten seines Werkes. Nun liegt er endlich in deutscher Übersetzung vor.

»Chinua Achebe ist ein magischer Schriftsteller – einer der besten des zwanzigsten Jahrhunderts« Margaret Atwood



Termitenhügel in der Savanne
Chinua Achebe - Termitenhügel in der Savanne

Der letzte Roman des großen Schriftstellers Chinua Achebe
Mit ›Termitenhügel in der Savanne‹ wendet Achebe sich der afrikanischen Gegenwart zu. In einem fiktiven Staat Westafrikas, der Nigeria nicht unähnlich ist, herrscht unter »Seiner Exzellenz« Sam eine Atmosphäre der Unterdrückung und des Misstrauens. Achebe folgt dem engsten Umfeld des Despoten und trifft in den Kern einer politischen und vor allem menschlichen Tragödie.
Im westafrikanischen Kangan herrscht nach einem Militärputsch der junge, in England ausgebildete Offizier Sam. Seine Freunde Chris Oriko, der Informationsminister der Regierung, und Ikem Osodi, Dichter und Chefredakteur der regierungskritischen National Gazette, kennen Sam aus Studienzeiten und müssen mitansehen, wie der charmante junge Mann sich zu einem machtbesessenen Despoten entwickelt. Als Ikem beginnt sich gegen ihn zu stellen, bringt er nicht nur sich selbst, sondern das ganze Land in Gefahr.
Chinua Achebe wendet sich mit seinem letzten Roman der afrikanischen Gegenwart zu und erzählt am Beispiel des fiktiven Kangan eindrücklich von der Atmosphäre eines Staates an der Schwelle zur Diktatur.
»Chinua Achebe ist ein magischer Schriftsteller - einer der größten des zwanzigsten Jahrhunderts.« Margaret Atwood



Lord Jim
Joseph Conrad - Lord Jim

Ein Klassiker der Weltliteratur

›Lord Jim‹ ist neben der Erzählung ›Herz der Finsternis‹ das wohl bekannteste Werk Joseph Conrads. Das Meer und die Menschen, die es bereisen, sind das große Thema dieses Klassikers. Lord Jim trifft als Offizier an Bord der »Patna« eine fatale Entscheidung. Er muss fliehen, vor sich selbst und den Demütigungen der anderen. Erst auf einer einsamen Insel gelingt es ihm, über sich selbst hinauszuwachsen.
Ein ungeheurer, genialer Roman, der auch über ein Jahrhundert nach seinem Entstehen fasziniert. Auf neue Weise konfrontiert die Übersetzung von Manfred Allié die Leserinnen und Leser mit Joseph Conrads erschütternder Modernität - der Leidenschaft, der poetischen Kraft und psychologischen Tiefe seines Werks.



Die schönsten Lebensweisheiten
Philipp Werner - Die schönsten Lebensweisheiten

Wie muss ich leben, um im Einklang mit mir selbst und der Welt zu sein? Wie behalte ich in jeder Lebenslage Orientierung und Durchblick? Seit der Antike sind Literatur und Philosophie auf der Suche nach der Kunst des richtigen Lebens. Oft sind es dabei kleine Gedanken, die uns um tiefste Erkenntnisse über die Welt und uns selbst bereichern. Der vorliegende Band versammelt die schönsten und klügsten Antworten auf die zentralen Fragen des Lebens.

Mit Texten von Marc Aurel, Georg Christoph Lichtenberg, Arthur Schopenhauer und anderen.



Die schönsten Aphorismen
Bettina Hesse - Die schönsten Aphorismen

Die uralte Kunstform des Aphorismus, ursprünglich ein medizinischer Lehrsatz, ist seit dem 17. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten literarischen Kurzformen avanciert. Knapp und pointiert enthält der Aphorismus teils allgemeine, teils sehr persönliche Wahrheiten über die Welt und die Menschen.
Mit Texten von Blaise Pascal, Georg Christoph Lichtenberg, Arthur Schopenhauer und vielen mehr.



Neuerscheinungen

  • Robert Gernhardt
»Der kleine Gernhardt«
  • Thomas Mann
»Joseph und seine Brüder I«
  • Thomas Mann
»Joseph und seine Brüder II«
  • »Das Leben ist schön«
  • »Das Leben ist schön«
  • Philip K. Dick
»Der galaktische Topfheiler«
  • »Ich schenk dir ein Lächeln«
  • Philip K. Dick
»Der galaktische Topfheiler«
  • »Ich schenk dir ein Lächeln«
  • Italo Calvino
»Schwierige Liebschaften«
  • Gabriel García Márquez
»Hundert Jahre Einsamkeit«
  • Karl Valentin
»Das große Lesebuch«
  • Karl Valentin
»Das große Lesebuch«
  • »Wenn es Winter wird«
  • Dieter Kühn
»Clara Schumann, Klavier«
  • Jane Austen
»Mansfield Park«
  • Jane Austen
»Gefühl und Vernunft«
  • Jane Austen
»Stolz und Vorurteil«
  • Charles Bukowski
»Keinem schlägt die Stunde«
  • Gabriel García Márquez
»Chronik eines angekündigten Todes«

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