Texte der Weltliteratur von der Antike bis zur Gegenwart

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Hier finden Sie alle Informationen zur Reihe, Neuerscheinungen, ein Interview mit dem Lektorat, unser beliebtes ›Fischer Klassik‹-Gewinnspiel sowie die Vorschau auf kommende Bücher. Viel Vergnügen!




Dante Alighieri - Commedia

Dantes »Commedia« ist wie der Dom, der zu seiner Zeit in Florenz entstand: Zahllose Ein- und Ausgänge führen unter eine große Kuppel, in der die Geschichten und Figuren, die Biographien und das Wissen ihrer Zeit unendlich nachhallen. Seine »Commedia« durchmisst den gesamten metaphysischen Kosmos der damaligen Zeit – Hölle, Fegefeuer und Paradies – und durcheilt gleichzeitig die dunklen Gassen und verschwiegenen Hintertreppen seiner Zeit. Das Buch war Vision wie Skandal. Mit seiner Übertragung legt Kurt Flasch die Frucht seiner lebenslangen Dante-Beschäftigung vor. Seine elegante Sprache, sein Kunst zur plastischen Darstellung und sein enzyklopädisches Wissen greifen in einander und erschließen Dantes Kosmos neu. Kurt Flasch entdeckte, dass nicht der Vers, sondern der Satz das eigentliche Architekturelement Dantes ist und übersetzt sein Meisterwerk in eine rhythmisch federnde Prosa, die die Farben der Details die erzählerische Brisanz seiner Stimmen hervorhebt.
Raymond Carver - Ein neuer Pfad zum Wasserfall (Gedichte)

Als der Arzt Raymond Carver mitteilte, er hätte nur noch wenige Monate, wusste er, es blieb nur noch Zeit für Gedichte. In ihnen findet sich alles aus seinen Stories wieder: die unerwarteten Wendungen, die Lakonie. Der Leser ist gebannt von der Aufmerksamkeit und Gelassenheit, mit der Carver den Lauf der Welt betrachtet.
Italo Calvino - Warum Klassiker lesen?

Italo Calvino will  niemandem einen »Kanon« aufzwingen. Seine Aufsätze über Manzoni, Stendhal, Balzac, Charles Dickens, Mark Twain, Pasternak, Tolstoi und viele andere sind das Produkt einer leidenschaftlichen Lektüre und regen an zu Entdeckungen und Wiederentdeckungen. Es ist ein Buch, das von persönlichen Erfahrungen mit Büchern erzählt, die Italo Calvino ein Leben lang begleitet haben.

»Klassiker sind Bücher, die man vom Hörensagen zu kennen glaubt und umso neuer, unerwarteter und unbekannter findet, wenn man sie zum ersten Mal richtig liest.« Italo Calvino
William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeit

Sie will sich damit nicht abfinden. Die Gouvernante Rebekka Sharp verlässt das Internat und strebt den Aufstieg in die höhere Gesellschaft an. Selbstsicher, intelligent, auch skrupellos bewegt sie sich, im Gegensatz zu ihrer naiven Freundin Amelia, auf Empfängen und Diners. Schmeicheleien und Intrigen, wirtschaftlicher Bankrott ebenso wie das historische Großereignis der Schlacht von Waterloo bestimmen das Leben der beiden Frauen, ihren Aufstieg und Fall in der englischen Gesellschaft.
Gemeinsam mit den Romanen von Charles Dickens und den Brontë-Schwestern zählt Thackerays satirisches Gesellschaftspanorama  heute zu den wichtigsten und vergnüglichsten Werken des Viktorianismus.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon und Daten zu Leben und Werk.
Rudyard Kipling - Kim

Neben dem »Dschungelbuch« ist »Kim« der berühmteste Roman Rudyard Kiplings, ein Abenteuer- und Kindheitsroman und einer der schönsten, die über Indien geschrieben worden sind. Kim ist ein Waisenjunge aus Lahore, ein Herumtreiber voller Charme und Witz, der auf der Suche nach seinem Namen mit einem tibetanischen Lama den Subkontinent durchstreift - ein Land voller Farben, Menschen und Gerüche.

Mit Biographie, ausführlichem Kommentar und detaillierter Zeittafel.
Alfred Döblin - Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord

Eine junge Frau ermordet gemeinsam mit ihrer Freundin den Ehemann. Was hat sie dazu getrieben? Welche Symbiosen verbergen sich hinter der Tat? Eindringlich erzählt Alfred Döblin von einem der berühmtesten Kriminalfälle der Weimarer Republik und verwandelt dabei die wahre Geschichte des Giftmords in einen radikal offenen, literarischen Text, dessen Skepsis sich nicht nur gegen die Urteile von Justiz und Presse, sondern auch gegen das eigene Erzählen richtet.

Mit einem Nachwort von Hania Siebenpfeiffer.
Jorge Luis Borges, Hg.: Alberto Manguel - Die unendliche Bibliothek

Jorge Luis Borges macht die Bücher zum eigentlichen Helden der Literatur und den Leser zu seinem Komplizen. Der Herausgeber Alberto Manguel, Autor der »Geschichte des Lesens«, ist wie kein zweiter geeignet, uns in Borges' Spiegelreiche und fantastische Bibliothek einzuführen: In seiner Jugend war Manguel Vorleser des erblindenden Autors. Seine umfassende Auswahl der wichtigsten Erzählungen, Essays und Gedichte von Borges ergänzt Manguel mit einem persönlichen Porträt des großen Argentiniers.

Mit Daten zu Leben und Werk.
Jean Paul, Hg.: Kurt Wölfel - Das große Lesebuch

Humor und Poesie – Das große Lesebuch zum 250. Geburtstag von Jean Paul.

Der 1763 in Wunsiedel geborene Johann Paul Friedrich Richter wurde als Jean Paul zum schwärmerisch verehrten Lieblingsautor des gebildeten Lesepublikums der Goethezeit, obwohl sich seine Werke als Gegenwelten zum künstlerischen Kosmos der Weimarer Klassiker präsentierten. Sie gehören bis heute zum Kanon deutscher Literatur: Faszinierende, aber auch verstörende Kunstgebilde, humoristisch vielgestaltig, vielsinnig, sonderlich bis zur Abseitigkeit.
Diese Auswahl aus Jean Pauls Werken ist als Einladung an literarisch neugierige Leser gedacht, sich einen Vorgeschmack auf nachfolgende Lektürevergnügungen zu schaffen.
Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT+KRITIK.
Richard Wagner, Hg.: Sven Friedrich - Wagner im Spiegel seiner Zeit

Richard Wagner war und ist ein Phänomen. Seine Bühnenwerke faszinieren und polarisieren das Opernpublikum bis heute. Als beispielloser Selbstdarsteller und überragende Künstlerfigur des 19. Jahrhunderts wurde der Komponist zum Mythos.
Sven Friedrich, Direktor des Richard-Wagner-Museums in Bayreuth, begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen dieses Mythos. Sein Lesebuch versammelt berühmte Meinungen und überraschende Einsichten von Wagners Zeitgenossen und zeichnet so ein umfassendes Bild von Wagners schillernder Existenz und seinen Werken.

Mit Texten von Robert Schumann, Charles Baudelaire, George Bernard Shaw und vielen anderen, Daten zu Leben und Werk und einem Nachwort des Herausgebers.
Stefan Zweig, Hg.: Oliver Matuschek - »Ich wünschte, dass ich Ihnen ein wenig fehlte«

Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes hatte Stefan Zweig 1934 Salzburg verlassen und in London eine Wohnung gemietet. Von dort versuchte er, seine Arbeit weiterzuführen, und stellte die aus Deutschland geflüchtete Lotte Altmann als Sekretärin ein. Fünf Jahre später, wenige Tage nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, sollte sie seine zweite Frau werden. Dazwischen liegt eine Zeit der vorsichtigen Annäherung an die um 27 Jahre jüngere Lotte und erheblicher Spannungen mit Zweigs Ehefrau Friderike, von der er 1938 geschieden wurde.
Der mit zahlreichen unbekannten Bildern ergänzte Band enthält die bisher unveröffentlichten Briefe Stefan Zweigs an Lotte Altmann und die Korrespondenz der beiden mit Lottes Familie bis zum Abschied von Europa im Sommer 1940.

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